Praxis Dr. med. Naudts Praxis für Allgemeinmedizin

Aktuelles

Ich habe Husten-und jetzt?

Wenn sie keinen Kontakt zu Menschen hatten die infiziert sind und sich in keinem der Gebiete aufgehalten haben in denen das Virus besonders verbreitet ist, spricht viel dafür zu Hause zu bleiben und von einer gewöhnlichen Erkältung auszugehen. Waren sie in Italien oder Iran oder sie wissen von Kollegen die infiziert waren, sieht die Sache anders aus. In diesen Fall bleiben sie zu Hause . Kontaktieren Sie telefonisch den Hausarzt oder das Gesundheitsamt

Das Wichtigste in einem solchen Fall ist, zu Hause zu bleiben, damit man niemanden gefährdet. Das gilt auch, wie das Robert-Koch-Institut sagt, für Menschen, die an anderen akuten Lungenerkrankungen leiden. Auf diese Weise vermindert man Ansteckungen und belastet das ohnehin angespannte Gesundheitssystem nicht. Zum Arzt gehen sollte nur, wer wirklich Hilfe benötigt. **

Aufruf an die Bevölkerung

** KBV und KVen wendeten sich zugleich mit einem Appell an die Bevölkerung. „Bei gerin­ger Krankheitssymptomatik“ sollten Praxen oder Krankenhausambulanzen nicht sofort persönlich aufgesucht werden, da dies chronisch kranke Patienten und Mitarbeiter der Praxen gefährden könne, erklärte die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KV Niedersachsen (KVN). Außerdem müsse die drohende Schließung von Arztpraxen verhindert werden, falls sich ein Coronaverdacht bestätige.

„Wer beun­ruhigt ist, dass er sich angesteckt haben könnte, weil er unter Erkältungssymp­to­men lei­det und sich in einer Region aufgehalten hat, in der Coronafälle aufgetreten sind, wendet sich – das ist wichtig – zunächst telefonisch an eine Arzt- oder Bereit­schafts­dienstpraxis oder wählt die bundesweite Telefonnummer 116117 des Patienten­ser­vices“, erklärte auch die KBV.

Sofern erforderlich werde über die 116117 die weitere Abklärung vorgenommen. Die ab­klärenden Tests in Form eines Rachenabstrichs könnten in den Praxen vorgenommen wer­­den, wenn der Arzt dies für medizinisch notwendig einschätze, hieß es.

„Da die Praxen durch die Grippewelle ohnehin schon mehr zu tun haben, erleichtert die telefonische Kontaktaufnahme mit den Praxen oder der 116117 die Organisation“, be­grün­dete der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KBV, Stephan Hofmeister, die Vor­gehensweise. Inbesondere die Nummer 116117 sei 24 Stunden täglich erreichbar. Gut auf­bereitete Informationen fänden Patienten unter anderem auf der Internetseite 116117.de. Wichtig: Fiebermessen dreimal täglich. Schleimauswurf aus Nase und Lunge beobachten, wie ist er gefärbt.

Das sind die Fragen, die beim Telefonkontakt mit unserer Praxis abgefragt werden..

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Aktuelle Meinungen zu Corona

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Wir hatten es uns schon wieder bequem gemacht auf unseren Sofas vor den Bildschirmen. Die schlechten Nachrichten zur Coronakrise waren scheinbar weit weg, so wie Syrienkrieg und Arktiseisschmelze. Die Schreckensmeldungen zu Corona spielten sich ab in der Ferne, in den USA, Brasilien oder Indien. Wir waren endlich wieder nur noch Zuschauer. Es kehrte eine allgemeine Gelassenheit zurück und das Wissen, dass wir auch beim Umgang mit dem Coronavirus besser sind als andere Länder. Selbst den heimtückischen Erreger hatten wir weitgehend im Griff. In der Wirtschaft keimte Optimismus. Vielleicht werden die Einbrüche doch nicht so gravierend und wir kommen schnell aus dem Tal. Diese Haltung erfährt seit einigen Tagen einen spürbaren Knacks. Freizeit- und Reiseverhalten sowie einzelne Hotspots in der Nahrungsmittelproduktion tragen zu einer Sommer-Miniwelle bei. Das ist zwar bei Weitem noch keine zweite Corona-Welle, aber ein deutliches Warnzeichen. Das Corona-Gespenst geht auch in Deutschland wieder um. Mehrere Faktoren machen mich jedoch optimistisch, dass wir uns auf keine wirkliche zweite Welle zubewegen – auch nicht im Herbst. Es ist in Deutschland gut gelungen, die Infektionskurve abzuflachen. Die komplette Absage von Großveranstaltungen, Homeoffice, die Einhaltung von Abstandsregeln, das Tragen von Schutzmasken in Geschäften und im öffentlichen Raum, nicht in Gruppen zu singen, weiterhin Fitnessstudios zu meiden, sich viel im Freien aufzuhalten – all diese Maßnahmen haben Tausenden von Menschen das Leben gerettet. Eine Übersterblichkeit gab es nur kurzzeitig im April. Die Menschen haben gelernt, mit der neuen Wirklichkeit umzugehen, und tun dies weitgehend diszipliniert. Die Unternehmen leisten mit detaillierten Maßnahmenkatalogen während der Arbeitszeit einen großen Beitrag. Die Politik reagiert rasch, um Hotspots zu isolieren. Es funktioniert. Wir sind schlauer als vorher Auch Mediziner wissen inzwischen deutlich mehr darüber, wie sie Covid-Patienten behandeln müssen. Wir werden nicht mehr Teile von Krankenhäusern nutzlos lahmlegen, um Intensivbetten freizuhalten. Wichtiger als Beatmungsgeräte sind oft ausreichend viele geschulte Schwestern und Pfleger, die Erkrankte richtig lagern. Hilfreich ist auch, dass die Zahl derer, die das Virus unterschätzen, in Deutschland in der Minderheit ist. Auch ich habe erst mit der Zeit erkannt, wie heimtückisch Sars-CoV-2 sein kann. Unzählige Studien zu Corona machen uns schlauer. Eine beispielsweise hat jüngst ermittelt, dass Senioren die Quarantänen psychisch viel besser überstanden haben als vielfach befürchtet. Hieraus ergeben sich möglicherweise Spielräume, wenn wieder strengere Maßnahmen getroffen werden müssen. Hingegen scheinen nach neuen Erkenntnissen Jugendliche im pubertierenden Alter unter den Corona-Maßnahmen besonders zu leiden. Wenn wir diese Signale nicht ernst nehmen und in der Pandemie-Prävention nicht berücksichtigen, könnte uns das ganze Jahrgänge bescheren, die langfristig soziale und psychische Traumata mit sich schleppen. Neben Hygiene, Mundschutz und Abstand lautet die große Chance, eine zweite Welle zu verhindern: testen, testen, testen. Das ist ein weiterer Schlüssel, den wir einsetzen können. Unklarheiten bleiben weiterhin Andere Dinge verstehen wir leider immer noch nicht – etwa die Dynamik der Antikörper. Sind wir immun, wenn wir Covid-19 einmal gehabt haben? Und selbst wenn: Eine nennenswerte Immunität der Bevölkerung hat sich noch längst nicht eingestellt. Die Zahl der Infizierten liegt in nahezu allen Ländern deutlich unter zehn Prozent. Damit ist eine Herdenimmunisierung weit entfernt, selbst in Ländern wie Schweden oder Holland, wo mit dem Virus liberaler umgegangen wird. Weitgehende Immunität kann uns also derzeit nicht helfen, eine zweite Welle zu verhindern. Nach wie vor bleibt unklar, wie es mit einem Impfstoff weitergeht. Es gibt zwar aktuell positive Nachrichten von Phase-II-Studien, aber das ist noch längst nicht der Durchbruch. Nur zur Erinnerung: Nach 17 Jahren ist kein wirksamer Impfstoff gegen Sars 1 entwickelt worden. Solange es keinen Impfstoff gibt, müssen wir beunruhigt bleiben, die Situation exakt beobachten und auf Warnungen wie jene des Robert Koch-Instituts hören. Gemeinsam mit vielen Virologen und Immunologen glaube ich dennoch nicht an eine ausgeprägte zweite Welle. Wir werden vermutlich eher noch lange mit einer dauerhaften Welle auf niedrigem bis mittlerem Niveau leben müssen. Für Coronaviren als Krankheit mit Erkältungssymptomen sind Herbst und Winter natürlich eine deutlich bessere Spielwiese als jetzt. Disziplin und gezielte lokale Maßnehmen sollten aber ausreichen, um einen Flächenbrand zu vermeiden. Mehr: Aktuelle Nachrichten von heute zur Pandemie finden Sie in unserem Corona-Newsblog Quelle Handelsblatt vom 5. August 2020

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Der Umgang mit den Corona-Fallzahlen muss sachlicher werden*

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Die registrierten Corona-Neuinfektionen steigen an. Doch um die Gefährdungslage richtig einzuschätzen, braucht es mehr als einen simplen Blick auf die Kurve.

Corona-Testmobil in Berlin Die Zahl der Neuinfektionen ist in Deutschland laut RKI zuletzt gestiegen. (Foto: dpa) Erstmals seit Anfang Mai hat das Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages wieder mehr als 1000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Die Zahl wirkt wie eine bedeutsame Schwelle und unterstreicht den Eindruck, dass die Covid-19-Pandemie in Deutschland wieder auf dem Vormarsch sei. „Corona-Zahl auf Drei-Monats-Hoch“, lautete beispielsweise eine Schlagzeile. Dabei hat sich mit dem Überschreiten der Tausendergrenze an der epidemiologischen Situation nichts Grundlegendes geändert. Natürlich: Vorsicht und verantwortungsvolles Verhalten in der Bevölkerung sind angebracht, um das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu halten. So wie in den vergangenen Wochen und Monaten auch. Vorsicht muss allerdings auch beim Umgang mit der Datengrundlage gelten, anhand derer einige schon den Beginn einer zweiten Welle ausrufen. Politik und Bevölkerung müssen aufpassen, sich nicht in den Bann dramatisch anmutender Infektionszahlen ziehen zu lassen. THEMEN DES ARTIKELS


Jens Spahn Coronavirus Robert Koch-Institut Schärfere Maßnahmen sind gegenwärtig nicht erforderlich. Anders als im März ist über das Virus mehr bekannt, ein breiter Instrumentenkasten steht zur Pandemiebekämpfung bereit. Zahlen leuchten Dunkelziffer aus Es gibt klare Hinweise darauf, dass sich das Virus auch in der Fläche wieder stärker ausbreitet. Mitte Juli lag die Zahl der Landkreise, in denen binnen sieben Tagen keine Neuinfektionen aufgetreten sind, bei 125. Nun sind es nur noch weniger als 70. Dieser Trend ist besorgniserregend. Lokal begrenzte Ausbrüche, etwa in Schlachthöfen oder Pflegeheimen, spielen zwar weiterhin eine wichtige Rolle beim Infektionsgeschehen. Ein Risikofaktor ist aber, dass die Deutschen wieder unternehmungsfreudiger sind. Mehr Mobilität und mehr soziale Kontakte erlauben es dem Virus, sich auszubreiten, vor allem wenn Abstands- und Hygieneregeln vernachlässigt werden. Die angebliche Corona-Müdigkeit der Bürger ist aber eine zu simple Erklärung für die steigenden Fallzahlen des RKI, die nach rund 900 in den vergangenen Tagen nun bei 1045 Neuinfektionen liegen. Der Anstieg ist zumindest teilweise auf die deutliche Ausweitung der Tests zurückzuführen – das sagte am Donnerstag auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Steigende Fallzahlen sind also nicht nur eine schlechte Nachricht, sie leuchten zu einem gewissen Grad auch die Dunkelziffer aus. Und wenn mehr Infizierte entdeckt werden, dann können Ansteckungsketten besser durchbrochen werden. Von der Pandemie geht unbestritten weiter eine Gefahr aus. Um die Gefährdungslage richtig einzuschätzen, brauchen wir aber einen sachlichen Umgang mit den Zahlen. Quelle Handelsblatt 6. August 2020

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Achtung aus räumlichen Gründen sind wir kein Testzentrum für Corona. Wir geben Ihnen aber gerne eine Überweisung und Adressen für Testzentren.

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