Ohne die Teilnahme von Patienten bei der Erprobung von neuen Therapieprinzipien gibt es keinen medizinischen Fortschritt und keine therapeutische Sicherheit. Klinische Studien müssen durchgeführt werden, um die Sicherheit und die Wirksamkeit von Medikamenten zu gewährleisten. Welche Folgen es hat, wenn Medikamente nicht ausreichend erprobt werden
können bzw. erprobt worden sind, zeigen die beiden folgenden Beispiele. Diese verständliche Haltung aller Beteiligten, hat allerdings Folgen. So müssen bei schweren Erkrankungen von Kindern, die in einem Krankenhaus behandelt werden, oftmals Medikamente verabreicht werden, die eigentlich zur Behandlung von Erwachsenen bestimmt sind. Der behandelnde Arzt, muss in dieser Notsituationen Medikamente verabreichen, über deren Wirkung und Dosierung keine Erfahrungen vorliegen. Da Kinder aber einen völlig anderen Stoffwechsel als Erwachsene haben, führt ein solches Vorgehen oftmals zu Therapieversagen oder nicht kalkulierbaren Nebenwirkungen. Ein weiteres Beispiel dafür, wie notwendig klinische Studien sind, ist die Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Jahrzehntelang, hat man Patienten deren Herzrhythmus aus dem Takt geraten war, mit Substanzen behandelt, die das Ziel hatten wieder einen regelmäßigen Herzschlag zu erreichen. Im Rahmen einer groß angelegten klinischen Studie, die in den USA durchgeführt wurde, hat sich dann aber herausgestellt, dass behandelte Patienten wesentlich früher verstarben als unbehandelte. Regelmäßige Zwischenauswertungen dieser klinischen Studie hatten zur Folge, dass die Studie abgebrochen wurde. Aufgrund dieser Studienergebnisse werden heute nur noch lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen medikamentös behandelt. Klinische Studien müssen durchgeführt werden, um die Sicherheit und die Wirksamkeit von Medikamenten zu gewährleisten. Patienten die an diesen Studien mitarbeiten, leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Darüber hinaus bietet die Teilnahme an einer klinischen Studie Patienten aber auch eine ganze Reihe von Vorteilen.
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